Wildlife Seminar at UC Berkeley 3.3.17

Heute im Wildlife Seminar war Chris Wilmers zu Gast. Chris hat vor allem über Mountain Lions und die Rolle von Grossraubtieren in einer von Menschen dominierten Welt geredet. Mountain Lions sind sehr häufig in den Bergen um Santa Cruz. Ab und zu trifft man welche in L.A. oder hier in Berkeley. Puma concolor wird auch Puma, Panther, Cougar, Berglöwe oder Silberlöwe genannt.

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Vor einigen Wochen an der Jagdmesse in Chur habe ich viel über die Verbreitung von Hirschen im Engadin bis nach Österreich gelernt. Hirsche wurden mit Halsbändern versehen, die in regelmässigen Intervallen GPS Daten aufnehmen. Die Halsbänder senden die Daten weiter (and Wildhüter oder Biologen) sobald sie Zugriff auf ein Mobilnetzwerk haben! So konnte aufgezeigt werden, wo sich die Hirsche im Sommer und im Winter aufhalten, wo sie durchwandern und ob sich dieses Verhalten zwischen Männchen und Weibchen unterscheidet. Curdin Florineth hat dazu an meinem Geburtstag einen sehr guten Vortrag gehalten.

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Ganz ähnliche Studien betreibt Chris Wilmers an der Universität UC Santa Cruz. Er untersucht Grossraubtiere und verpasst ihnen Halsbänder für die Telemetrie um ganz ähnliche Frage wie mit den Hirschen zu beantworten. Im Unterschied zu herkömmlichen Halsbändern sammeln seine nicht nur GPS Daten sondern auch noch Informationen zum Energieverbrauch. Sie messen mit ‚Accelerometers‘ wieviel Energie ein Raubtier alle 5 Minuten verbraucht. Pumas wandern meistens relativ langsam herum. Ansonsten schlafen sie viel. Ein Tier zu erledigen kostet sie meistens nur 5 Sekunden an Hochleistung.

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Chris interessiert sich vor allem dafür, wie das Zusammenleben mit dem Menschen funktioniert. Er hat herausgefunden, dass Pumas Menschen meiden. In Gegenden, die stärker bewohnt sind reissen die Pumas auch mehr Haustiere. Nicht nur das, sie töten auch mehr Beute als in ungestörten Gebieten. Er deutet das darauf zurück, dass sie in urbanen Gegenden mehr gestört werden, öfters Beute liegen lassen müssen, und mehr Energie verbrauchen. Indirekt sorgen Pumas dafür, dass es nicht zuviele streunende Katzen und Hunde in Siedlungen gibt.

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In Kalifornien wird ein Puma gleich erschossen, wenn er eine Ziege reisst. Dank den Telemetriedaten von Chris wurden jedoch auch ein paar ungestörte Gebiete festgelegt, wo Berglöwen jetzt speziell geschützt werden. Ähnlich wie unsere Wildruhezonen für Hirsche. Denn als Top Prädatoren übernehmen die Silberlöwen eine wichtige Rolle im Ökosystem. In abgelegenen Gebieten schauen sie, dass Schalentiere nicht zuviel Schaden durch Verbiss anrichten und dass genügend Pflanzen übrig sind um CO2 zu verwerten.

 

 

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