Department of destruction

Five weeks ago, we landed in Zürich. Back home in Switzerland. Since then I went through many emotions and memories. Constantly inhaling everything around me. Privilege. Mostly privilege. Swiss people don’t know how privileged they are. I have been breathing cristal clean air and drinking the most pure and tasty water since months. I have talked to researchers being funded by millions of Swiss taxpayer dollars (Franken, actually). I have looked at sparsely populated paradise valleys. I have touched the most happy and friendly cows in the world.

Lots of fieldwork on brown trout in Graubünden with Roland Tomaschett, graduate student Victor Ammann and many invaluable helpers from my family

Giachen explores his home

Trip to Vienna with my mom to meet Jillian Petersen

Ennio growing up

Family time with Mayra and Miguel

Gelateria di Berna Nostalgia

Ennio creating mosaics with the kids at Lake Geneva during my collaboration with the Engel lab at UNIL

Quality family time at my brother Emanuel’s farm

Linnea playing in front of EAWAG, The Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology where I met professors Jakob Brodersen and Ole Seehausen

Now I am back in California. We were looking forward to returning to heaven. Instead, we realized that the apocalypse is here. Right now.

Today: Smoke in the city

Fires in July: The County Fire west towards Lake Berryessa has burned over 22,000 acres without containment on Sunday, July 1, 2018 in Napa County.

Donny and I made a list. I accomplished 40 important tasks in Switzerland. I worked without a break. Now I am looking out of the window and wonder about life. Davis is covered in smoke. Inside. Outside. Everywhere. Climate change is here. Right now. We are all in it. Privileged people and less privileged people as well. Everybody. It is absolutely surreal for me to see people walking through the smoke with face masks. In the most beautiful state in the world. It is burning down.

UC Davis closed two days ago. Jonathan Eisen, my sponsor and mentor at UC Davis fought for it. The health risks are simply too big. Public schools were open until today. Mostly because so many parents work and can’t afford to keep their kids at home. However, the air quality became so bad today that all schools are closed now. We are not sure if we will stay in Davis over the weekend.

It seems like we are all working for the department of destruction. By the way, did you know that there is a Department of Destruction? We learned about it after we forgot our passports in the airplane from Paris to Zürich. We had been flying from San Francisco to Paris. The kids were super nice, but Jacoby decided not to sleep. So, we stayed up with him. Doing things. After immigration and transfer in Paris, we fell asleep on the plane to Switzerland. All four of us. Like a coma. We actually fell asleep before the plane departed from Paris. Somebody had to wake us up in Zürich. When we rushed out of the plane, we forgot the passports on the plane. When I called later and asked at Air France, the cleaning personnel, the airport police; we were told that our passport were found. Somebody brought them to the airport police. The Swiss one was destroyed immediately according to Swiss law. The Americans were sent to the embassy and were going to be destroyed within 21 days. At the Department of Destruction. This is us.

PIT tagging

Während meinen Untersuchungen im Winter 2016 und 2017 in Zusammenarbeit mit Claus Wedekind von der Uni Lausanne, dem Kanton Graubünden (Marcel Michel, Amt für Jagd und Fischerei AJF) und Roland Tomaschett, dem Fischereiaufseher in Trun haben wir bereits einiges über die Bachforellen in Vals gelernt.

Etwa 40% der Weibchen laichen während der Laichzeit nicht. Sie sehen normal und gesund aus. Genetisch stellen sie keine Untergruppe dar. Es gibt keine Anzeichen von Inzucht. Ihr genetisches Geschlecht stimmt mit dem Phänotypen überein. Sie haben kein Y-Chromosom und besitzen normale Ovarien. Wir wissen immer noch nicht warum sie nicht laichen. Diesen Winter möchten wir sie markieren um herauszufinden, ob sie ein Jahr später laichen werden. Vielleicht laichen sie nur jedes zweite Jahr um Ressourcen zu sparen.

Im Rahmen des jährlichen Laichfischfangs in Trun (geplant für den 17. Oktober 2018) schlagen wir vor, eine Stichprobe von laichreifen Rognern, sowie auch eine Stichprobe von unreifen Laichtieren nach Trun in die Fischzucht zu bringen (analog zu den Versuchen in 2017).  In der Fischzucht in Trun werden diese Fische dann nach Laichreife sortiert und sachgemäss betäubt. Die betäubten Fische werden vermessen und mit einem Transponder markiert. Gemessen werden Fischlänge, Gewicht und Fettanteil (ich werde mein persönliches Messgerät mitbringen, das wir erfolgreich für Regenbogenforellen in Kalifornien eingesetzt haben).  Als Transponder werden PIT tags (Passive Integrative Transponders) vorgeschlagen da sie (i) inaktiv sind (senden keine Radiowellen aus und brauchen keine Batterien), (ii) einen individuellen Barcode enthalten und so jedes einzelne Tier wiedererkannt werden kann, (iii) wasserdicht, steril und für das Tier störungsfrei sind.  Die Fische werden nach dem Experiment wieder am natürlichen Laichplatz ausgesetzt.

Beim Laichfischfang ein Jahr später können die Fische individuell wiedererkannt werden und es wird bestimmt werden, welche Fische nun laichen oder nicht. Weiter können dank den individuellen Transpondern auch wertvolle demographische Daten über Laichreife, Fruchtbarkeit und Überlebensraten gesammelt werden. Falls das Aussetzen von Laichen keine natürliche Überlebensstrategie darstellt sondern ein Problem müssen wir herausfinden, was mit den Valser Forellen nicht stimmt. Vielleicht hat es Mikroverunreinigungen im Wasser? Der Steinbruch oder Verhütungshormone könnten da eine Rolle spielen.

Als Vorbereitung für dieses Markierungsprojekt habe ich vor zwei Wochen einen Kurs im Markieren von Fischen in der Warm Springs Hatchery in Geyserville, Kalifornien besucht. Mein Lehrer war Ben White, der lokale Fischereiaufseher.

Linnea durfte seine Fische füttern!

Normalerweise werden die Transponder einfach in die Bauchhöhle eingeführt. Da unsere Fische in Vals aber kurz vor dem Laichen stehen ist das keine gute Idee. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die Transponder während dem Laichen verloren gehen. Sie können mit den Eiern abgelaicht werden. Deshalb musste ich lernen, wie ich die Fische im Rücken in den dorsalen Muskel markieren kann ohne sie dabei zu verletzen.

Zuerst habe ich mit ein paar toten Silberlachsen (Oncorhynchus kisutch) geübt. Die sind am gleichen Morgen gestorben und ich durfte sie zum Üben brauchen.

Das hat gleich gut geklappt. Als Test habe ich dann meinen Tag wieder gesucht…

Am Nachmittag haben wir zehn junge Regenbogenforellen markiert (2 Jahre alt). Diese Fische hat Ben nach der Markierung eine Woche lang überwacht. Alle haben die Prozedur überlebt und schon nach zwei Tagen war keine Wunde mehr erkennbar.

Da Geyserville nicht gerade auf dem Weg liegt haben wir gleich das Wochenende in der Gegend verbracht und im Zelt an ein paar spektakulären Orten übernachtet.

Hier schlagen wir das Nachtlager auf!

Geyserville heisst nicht umsonst Geyserville. Hier gibt es viele heisse Quellen und Geysire. Wir haben einen verässlichen Geyser besucht. Er hat mich sehr beeindruckt. Und auch motiviert. Während den letzten zwei Wochen habe ich drum mit Cassie unser Paper über Mikroorganismen in heissen Quellen auf der Kamchatka Halbinsel in Russland fertig geschrieben.

Old faithful in Geyserville