Kurt Fausch – Lessons on connectivity and connections from four decades of research on rivers

Der Ökologie Professor von der Colorado State University – Kurt Fausch – hält heute einen Vortrag an der Universität Berkeley. Er ist diese Woche zu Gast in unserer Gruppe.

Ich schreibe wieder einmal einen Beitrag auf Deutsch. Das Thema ist aktuell und extrem wichtig, auch in nicht-englischsprachigen Ländern.

Das Bild ist von Kurt’s Webseite wo sein Buch beschrieben ist ‚For the Love of Rivers‘: http://fortheloveofrivers.com/

Ich durfte gestern etwas Zeit mit Kurt verbringen und ihn zum Mittagessen einladen. Dabei hat sich herausgestellt, dass Kurt’s Grossvater, ein Bauer von Seewis im Prättigau, nach Minnesota ausgewandert ist. Nach dem ersten Winter in der eisigen Kälte mit drei kleinen Kindern haben sich die Prättigauer entschieden, nach Colorado weiterzuziehen. Kurt’s Vater hat im zweiten Weltkrieg in Japan gekämpft. Als er zurück kam wurde er Professor an der Cal Poly Universität in Pomona, CA, das ist in Südkalifornien.Er war einer der ersten Professoren im Animal Science Department und hat Genetik anhand von Merkmalen studiert. Sein Fachgebiet war die Zucht von Nutztieren und die Vererbung von Merkmalen wie zum Beispiel der Anteil von Wolle in Schafen, oder Rückenfett in Schweinen.

Jetzt gehts los.

Kurt hat sein ganzes Leben davon geträumt, einmal einen Vortrag an der UC Berkeley halten zu dürfen. Jetzt ist er hier.

In seinem Vortrag geht es um die Bedeutung von Flüssen für Fische und Menschen. Kurt’s Karriere wurde stark von Shigeru Nakano beeinflusst, einem Ökologen aus Japan. Die beiden haben Experimente durchgeführt um zu zeigen wie Flüsse und Wälder verbunden sind und das ganze ein Ökosystem darstellt und nicht zwei unabhängige Systeme. Dazumal dachte man, dass Flüsse vor allem einfach Dinge aufnehmen wie Blätter, Sträucher und Bäume die reinfallen. Es hat sich niemand Gedanken darüber gemacht, ob der Fluss auch wichtig ist für seine Umgebung. Nakano hatte die Idee, ein Dach über einen Fluss zu bauen, das den Fluss vom Umgebungswald abtrennte. In diesem Experiment konnten sie zeigen, dass der Fluss als Lebensraum für viele ‚Waldinsekten‘ dient und wie ‚Waldinsekten‘ als essentielle Nahrungsmittel für Fische dienen. Die Experimente wurden auf der ganzen Welt wiederholt und haben viele spannende Interaktionen auf mehreren trophischen Ebenen offengelegt.

Zum Beispiel Vögel und Fledermäuse in Wäldern beziehen einen Viertel ihrer Nahrung aus den Flüssen. Oft fällt das Auftauchen von Mückenlarven in den Flüssen zusammen mit der Jungenaufzucht und ist essentiell für diese Mütter, um ihre Jungen über die Runden zu bringen.

Kurt sagt, Fischbiologen, die in Flüssen arbeiten, sollen ab und zu aufstehen und herumschauen, was um den Fluss herum lebt und fliegt und kriecht.

Shigeru Nakano hat im Jahr 2000 Mary Power besucht und sie hat ihm ihr Angelo Coast Range Reserve gezeigt. Mehr über den Angelo Park hier. Ein Tag später hat Shigeru einen Ausflug gemacht in die Sea of Cortez. Er wollte auf eine Insel um dort Feldarbeit zu erledigen. Das Boot ist verunglückt und er ist nie wieder aufgetaucht.

Er war Kurt’s Freund und Kurt hat einen Artikel über ihn geschrieben. Hier ist ein paper über die wichtigsten Erkenntnisse von Nakano.

Alle grossen Fische in Süsswasser Systemen brauchen verschiedene Habitate um zu überleben. Futterstellen sind nicht am gleichen Ort wie Laichgebiete. Um diese Habitate zu erreichen legen sie Distanzen zurück. Zum Teil sehr grosse Distanzen, wenn man zum Beispiel an Lachse denkt. Da Fische schwimmen brauchen sie ein intaktes Flusssystem ohne Lücken oder Barrieren. Kurt konnte in einem Fluss in Colorado nicht nur zeigen, wie wichtig das lückenlose Flusssystem ist, sondern auch wie unabdingbar die verschiedenen Habitate darin sind. Fische brauchen Pools und Stromschnellen. Zum einen wachsen darin verschiedene Insekten als Futter und zum anderen können sie sich an Stellen mit optimalen Wassertemperaturen zurückziehen. Fische brauchen als nicht nur Flüsse sondern ganze Flusslandschaften.

Der kritische Leser fragt sich nun vielleicht wie es kommt, dass an vielen Orten, wie zum Beispiel in der Schweiz, Forellen überleben können, die auf kleine Strecken beschränkt sind. Denen geht es doch ganz gut? In West Brook, Massachusetts haben Yoichiro Kanno et al. gezeigt, wie ein einziger Störfaktor so eine Bachsaibling Population zugrunde gerichtet hat. Diese Population lebte in einem Flussabschnitt von 6km obwohl sie ursprüngliche Wanderforellen waren. Nachdem Holzfäller einen kleinen Zufluss abgezweigt haben weil sie eine Strasse im Wald brauchten, ist die Fischpopulation ausgestorben. Diese Population war nicht belastbar weil ihr Habitat so einseitig war.

Kurt beendet seinen Vortrag mit der Einsicht, wie wichtig Flüsse auch für Menschen sind.

Das Geräusch von Flüssen oder schon nur die Ansicht von Flüssen auf Fotos wirkt beruhigend auf uns. Zum Beispiel beim Zahnarzt. Er ist überzeugt davon, dass Flüsse zur Evolutionsgeschichte von Menschen gehören. Wir leben erst seit ein paar hundert Jahren in Städten. Zuvor haben wir an Flüssen gelebt. In Zukunft werden wir mehr Wasser brauchen. Für Strom und zum Trinken. Wenn Flüsse verschwinden, dann werden die Fische verschwinden und die Tiere in den Wäldern. Kurt schlägt vor, dass wir eine Ethik Kommission gründen, die sich um die Bewirtschaftung der Flüsse kümmert.

Eine Studentin fragt, wie wir unsere Flüsse in Zukunft erhalten können, wenn die Landwirtschaft soviel Wasser braucht um uns zu ernähren?

Living with Wolves in California

Wildlife seminar by Kent Laudon

Es ist wieder einmal an der Zeit einen Blog auf Deutsch zu erfassen. Es geht um Wölfe. Kent Laudon arbeitet für die Behörden. Er ist sozusagen ein Amtsbiologe. Er hat sich auf Wölfe spezialisiert.

Der Raum ist voll. Ich habe ihn noch nie so vollgestopft gesehen. Absolut soziopolitisch. Kalifornien hat seit ein paar Jahren ein Wolfsrudel. Genau wie Graubünden.

Im Vergleich zu Graubünden ist die Geschichte hier etwas anders verlaufen. Die Europäer haben Nutztiere mitgebracht und alle natürlichen Raubtiere ausgerottet. Die Wölfe in Kalifornien wurden ganz ausgerottet, Bären nur teilweise. Seit 1996 (etwa 100 Jahre später) wandern Wölfe wieder ein aus Kanada.

Im Vortrag geht es vor allem und Sichtungen von Wölfen. Alle Wölfe hier tragen Halsbänder mit Sendern. Das Amt hier weiss genau wo die Wölfe sind. Laudon fährt mit seinem riesigen Pick-up truck durch den Wald, sein Mountain Bike im Kofferraum und sucht Signale seiner Wölfe. Amt für Jagd und Fischerei auf Amerikanisch. Wenn die Wölfe sich in die Wildnis zurückziehen steigen die Biologen auf Pferde um. Freiwillige Mitarbeiter hat es genug. Sogar ehemalige Förster und aktive Jäger.

Ich nehme nicht viel mit vom Vortrag ausser ein paar schönen Erinnerungen, Fotos und Videos. Was mich erstaunt ist wie weit die Wölfe wandern jeden Tag. Die Karte zeigt Idaho, Oregon und Kalifornien und der Wolf läuft darin herum wie auf einem Fussballfeld. Schnell einmal 100km at Tag.

Auch sehr spannend sind die Videoaufnahmen im Juli 2015 wo am gleichen Tag Wölfe und Bären zu sehen sind.

Wölfe laufen gerne auf Strassen und Wanderwegen. Hier in Kalifornien benutzen sie auch Flüsse, die im Sommer austrocknen als Korridore.

Die Mehrheit der Bevölkerung in Kalifornien lebt immer noch im 1924 als die Wölfe erfolgreich ausgerottet wurden. Kent sieht seinen Job vor allem darin, mit Leuten zu reden und aufzuklären. Was fehlt im grossen Teil der Bevölkerung sind Grundkenntnisse der Ökologie ihrer eigenen Umwelt. Als Beispiel dazu zeigt Kent wie sich die Populationsdichte der Wölfe an die der Hirsche anpasst. Wenn es viele Hirsche hat, dann vermehren sich die Wölfe. Dann essen sie viele Hirsche und deren Population bricht zusammen. Ein Jahr später bricht die Wolfpopulation ein und die Hirsche können sich wieder erholen (Daten aus Wisconsin).

Für die mit Grundkenntnissen auf Englisch habe ich hier noch ein paar sehr spannende Unterlagen. Und das hier. Adrian Treves konnte sehr schön aufzeigen und quantiativ bestätigen, dass der kontrollierte Abschuss von Wölfen durch die Regierung dem Ruf des Wolfes schadet. Wenn die Bevölkerung sieht dass die Regierung eine geschützte Art abschiesst, dann empfinden sie den Wolf nicht mehr als schützenswert. In einigen Gebieten hat das sogar dazu geführt, dass Jagdfrevel zugenommen hat.

Als ich Kent darauf angesprochen habe, hat er ganz aggressiv reagiert. Wie immer. Wölfe = Emotionen. Er meinte, es sei die Aufgabe der Regierung, die Wolfspopulation zu kontrollieren und regulieren. Er sagt das, nachdem er gerade das Raubtier-Beutetiere Schema gezeigt hat.

Ich habe mich hier reingesetzt für eine Pause von einem langen Tag im Büro. Es war erfrischend. Ich habe viel an unsere Calanda Wölfe gedacht. Vor ein paar Tagen habe ich nach langer Zeit wieder einmal eine Nachricht von einem Freund aus Graubünden erhalten. Das hat mich riesig gefreut. Es haben mich also noch nicht alle vergessen daheim. Passt gut auf eure Wölfe auf! Gell Ueli! Liebe Grüsse.

Einmal um die Sonne mit den Calanda Wölfen

Happy Chinese New Year

I am back from Panama. Living and working in California. This month I have to do a a lot of bioinformatics. Several datasets are waiting to be analyzed. I am now actively using R Markdown and Jupyter notebooks to make my work more transparent and reproducible. Stephanie organized a workshop for the Carlson, Power, Ruhi and Grantham group at UC Berkeley on data management plans. I found myself in all categories: the planning stage of a project, fieldwork, wet lab, data analysis, statistics, bioinformatics, preparing a paper, and post-publication. This is postdoctoral life. And it is beautiful.

Last week I read this blog several times. It gives me goosebumps because it describes my life in very beautiful words. It touches me right in the middle. What is a postdoc?

This blog post is by Jeremy Yoder, now professor Jeremy Yoder. He is a member in the committee of The Molecular Ecologist. They offered me to write blog posts for their website. I am extremely happy to fulfill this job. The journal Molecular Ecology is one of my favorites and I find it important to make its publications accessible to everybody. Writing for this website is one step in the right direction. I am planning to explain exciting Molecular Ecology articles to the general public and discuss trends in this field of research. Additionally, I am also looking forward to contributing articles about the challenges and strategies of researchers (mostly postdocs) who are trying to juggle work and family. I envision this website as a platform to assist academia in becoming a more inclusive environment. I know that the other bloggers are on the same page and I am extremely thankful that they offered me to become a part of their writing team.

I have been half sick as of yesterday and today. However, as a parent you cannot just lie in bed and wait until you recover. Sorry world for spreading my bugs. Yesterday afternoon, we went to Stinson beach to remember at what a beautiful place we are allowed to life. Today we joined the Chinese New Year party at the UC village. Such parties make this place unique. It feels so special to walk 300m to a community center and meet fellow researcher families from all over the world on a boring Sunday to celebrate the year of the dog. We met people who spoke Mandarin, Bangla, Japanese and English. We used too much glitter, ate good free food and took silly photos. I am enjoying every second of being affiliated with the best public university in this country.

 

Getting ready for my second Panama Trip

Today David Coil and I are flying to Panama for a our first official sample collection. I feel like I am fully prepared, including all necessary vaccinations, a travel laptop from Jonathan that I just set up fresh, an extra phone with a Panamanian SIM card and local number, money in small bills, having informed my bank about my credit card, lots of different kinds of collection tubes, DNA extraction kits, petri dishes, culturing media for bacteria, anaerobic incubation chambers, diving equipment, Linnea’s dissection scope, insect repellent, treated clothes against mosquitoes and ticks, instant coffee, and most importantly, photo equipment.

Honestly, I did not sleep much the last couple of nights. However, the collection schedule is penciled down, my future research plans have taken some shape and in theory, I am fully prepared.

David and I will keep you entertained with our traveling blog at: https://istmobiome.net/

Keith Bouma-Gregson’s exit talk

What you must know before reading this blog is that here at Berkeley most talks are great. You could go to a seminar every single day and learn new things and hear brilliant people talking. This also applies to graduate students‘ exit talks. The last one I went to was by Tristan Nunez. See here.

Today it is Keith Bouma-Gregson. He did a PhD in Mary Power’s lab in Integrative Biology at UC Berkeley. He will be moving on to work with Jill Banfield now. Check her out. She is awesome. http://nanogeoscience.berkeley.edu/

Mary Power’s introduction:

Keith worked on a variety of projects on food web ecology, aquatic ecology, cyanobacterial genomics (mostly Phormidium: a toxic cyanobacterium), public health and citizen science. He also worked a lot on the Eel river restoration project. http://www.eelriverrecovery.org. Keith involved local people so that they would learn what the problems are with cyanobacteria and the toxins that they produce.

There is a funny, dark, little story. Somebody found a human skull in a river in Humboldt County. The police wanted to use their sniffing dogs to find the rest of the body but they did not know whether they could let their dogs into the water because of the toxic cyanobacteria. So Keith went there and checked it for them. He could confirm that the waters were safe. So whenever these detectives will have similar problems they know now who they have to contact…

Full hearts, clear eyes on the eel can’t lose. FULL HEARTS, CLEAR EYES ON THE EEL CAN’T LOSE. (you have to scream it out loud).

OK. Now Keith will start his talk:

Background: Water systems in California have been affected heavily by human alterations like pollution, damming, or the addition of fertilizers. The climate in California is mediterranean, the highest water levels occur at the wrong time for agriculture. Hence, humans built dams and reservoirs for saving it. Consequently, there is not enough water for the ecosystem when it needs it for its highest productivity. Due to the huge anthropogenic impacts on Californian waters, cyanobacterial blooms have increased. These bacteria will bloom and become the most common taxa in the environment. Legrand et al. showed in the journal Toxins in 2017 that cyanobacterial blooms are increasing recently (shown in Lake Zurich, Switzerland). Cyanobacteria produce toxins that are harmful to the mammalian liver and nerves. Not all strains contain the genes to produce these toxins.

Keith’s thesis: was based on the Eel River system. UC Berkeley has a field station in the middle of this system, the Angelo Coast Range Reserve. By the way, I did a large part of my fieldwork on O. mykiss in this reserve. Keith monitored the Eel River for cyanobacteria. He wanted to find out where, when and who is there. Together with Professor Kudela at UC Santa Cruz, Keith built Solid Phase Absporption Toxin Trackers (SPATTs) to measure toxins in the water. The toxin Anatoxin-a showed very high levels throughout the watershed. The highest levels were measured in August when the river temperatures were highest. At this point, Keith did not know which taxa were producing these toxins.

Keith went ahead and identified all cyanobacteria he could find in the system. He described mostly Anabaena spp. (Nostocales) and Phormidium spp. (Oscillatoriales). To do this, Keith collected green mats in the field, brought them to the lab and measured their toxin concentrations. He could find Anatoxin-a and Microcystin toxins in all mats. The levels were so high that they would kill a dog and maybe even be toxic to a cow. Moreover, Anabaena spp. were associated with low flowing water. It builds clumps and they get stuck in eddies and pools of the river. This could be a health risk for humans swimming in the river. Keith performed an experiment to investigate when cyanobacteria float and when they sink to the ground in the natural river. He found that they remain buoyant for days in a natural light regime (Bouma-Gregson et al. in Harmful Algae 2017).

He learned the following:

  • Cyanotoxins are produced by benthic Anabaena and Phormidium.
  • Anatoxin-a is frequent and shows high concentrations.
  • Cyanobacteria float at high concentrations in the river during summer and could represent a potential health risk.

As a next step, Keith performed genome resolved metagenomics. He collected cyanobacteria at 22 different sites across the Eel River system, extracted their DNA and assembled them into contigs to get a draft metagenome. Then he binned out individual genomes into draft genomes. With these samples he would first describe the bacterial composition and then look for the Anatoxin-a synthesis operon. He could find this operon in 7 samples. Then he linked the presence/absence of this operon to bacterial community composition. He found that samples with this operon clustered together. This was mostly driven by the presence of Burkholderiales.

Keith also identified the main energy pathways in his microbial mats. Most bacteria in his samples had genes for carbon oxidation. He did not find any bacteria that use methane, hydrogen or sulfate to gain energy. However, he found a few bacteria that metabolize Urease. Many of his bacteria contained a gene that codes for a transporter that can transport phosphate inside their bodies. Moreover, they also have a pathway where they excrete an enzyme into their environment that binds inorganic phosphorus and transforms it to phosphate which they then can import back into their cells. It seems that these bacteria are super effective at scavenging phosphorus, even if its concentrations are low. This could be an explanation why Phormidium dominates in the Eel river system that has high organic nitrogen levels and low phosphorus levels.

Keith ended his talk with the following statement: Cyanobacteria have been around in our environment ‚forever‘ so the goal should not be to eradicate them but to learn more about them and how to deal with them.

This is Keith. He is also active on twitter as @K_BoumaGregson

 

 

Fieldwork, research and a happy birthday

The feelings of a parent are intensive. I love research and I adore my kids. If I can combine family time with doing research it makes me complete. Happy. Satisfied.

at the coast

On a much more negative emotion, have you heard that the kelp forests in Northern California are all dying? It all started in 2013 when a disease killed most sea star populations along the Pacific Coast of North America. These starfish are the main predators of purple sea urchins. Sea urchins have since then been thriving. Their main food is kelp! Another problem is the rising of the ocean water temperature. Kelp needs cold temperatures. In 2014 the Pacific waters in California have been exceptionally warm due to global warming on the long term but also El Niño on the short term. Global warming alone is often not the sole cause for extinctions but it makes a system more vulnerable. If other factors like disease outbreaks or natural disasters are added to the equation, their combined effects will cause species to become extinct. Today, more than 90% of the kelp forests are gone. However, kelp forests play a key role in marine ecology. They provide shelter and food for many creatures, including young fish that hide in their stalks and abalone. Abalone are sea snails that apparently taste deliciously. They have very pretty houses that shine like a rainbow. If you go diving down there right now you would see a desert full of purple sea urchins (Strongylocentrotus purpuratus) who are starving but not dying. Interestingly, they keep alive and reproduce. Besides these urchins you would find thousands if not millions of empty abalone shells. What can you do? It is not pretty. Divers are trying now to remove the sea urchins to give the kelp a chance to regrow next spring. Check out this video: removing sea urchins

Abalone snail

The shiny inside of an abalone shell

Two abalone trying to find some food.

I went to a pretty site between Fort Ross and Jenner which is in the middle of this devastating phenomenon for a different purpose. I am planning to work with porcelain crabs in the future. Mostly in Panama. However, I am based in California and sometimes it would be easier to do projects right here. Now I need to find healthy porcelain crab populations to work with.

Petrolisthes cinctipes

Petrolisthes manimaculis

blue P. manimaculis

Spontaneously, as usual, we went to celebrate Jacoby’s second birthday at a beautiful beach with numerous tide pools. Linnea and I investigated the biodiversity, while the guys were enjoying a gorgeous winter sunset.

Creatures in the tide pools:

young dungeness crab

Cancer antennarius – rock crab

giant sea star

solitary anemone

My most precious assistant

Done.

Ein Familienunternehmen

Wie versprochen habe ich mich Mitte Oktober in ein Flugzeug gesetzt und bin rund um die Welt geflogen um den Valser Forellen zu helfen. Ich habe mich bei Mami eingenistet, wenig, aber schöne Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht und alles für den letzten Tag vorbereitet. Denn an diesem Tag ging es den Valser Forellen an den Kragen.

Wir haben so viele Forellen im Laichgebiet gesammelt wie möglich und die dann nach Trun in die Fischzucht gebracht. Dort haben wir sie gemessen, markiert, Fotos gemacht, und für jeden Fisch haben wir auch Gewebeproben und Hautschleim gesammelt. Das Wichtigste war aber, dass wir untersucht haben, ob die Fische laichreif sind oder nicht. Knapp die Hälfte der Weibchen, die da im Laichgebiet herumhängen sind nämlich nicht zum Laichen da. Für die Laichreife habe ich mich vor allem auf Roland verlassen. Er hat jeden einzelnen Fisch angeschaut und bewertet.

Jetzt schwimmen sie alle wieder im Schongebiet. Hoffentlich überleben sie das Jahr. Und ich sitze wieder hier in Kalifornien…

Ich war für diesen Trip ganz alleine unterwegs und ich hätte es nicht geschafft ohne die Hilfe meiner Familie und Freunde. Ein ganz grosses und dickes Dankeschön an meine Lieben aus dem Nachthimmel über San Francisco.

Mit Ennio auf dem Mittenberg

Daheim

Vals

Der Valser Rhein

Im Laichgebiet

Zurück in der Fischzucht werden die Fische betäubt.

markiert..

fotographiert….

beprobt…

Gewebeproben

Und für alle Ewigkeit aufbewahrt.

 

Humboldt County

I have this personal feeling about Humboldt County. I seem to love it. I don’t know if I could live there. I don’t like the meth heads. However, I always love to visit. I also met the nicest people there. Tommy Williams made it possible that I could go sample fish close to Arcata. An opportunity I had already given up on. He wrote to me on Friday. And on Sunday we were already in Arcata.

I sampled young of the year from Prairie Creek the first day. Prairie Creek is super pretty. On the way there we saw lots of elk hanging out in the water. We had beautiful fall weather and sampled in the middle of a redwood forest. I joined John’s crew, including Chris and Reed. The day was phantastic! These guys are super nice and showed me how to use a seine – a kind of net to catch juveniles. At Prairie Creek there are almost only Coho salmon (Oncorhynchus kisutch) research projects. Yet, I am only interested in O. mykiss. Here comes the special challenge: at this life stage you cannot discern O. mykiss from cutthroat trout (Oncorhynchus clarki), which are also very common in this creek. Three very similar species in one little creek. I just doubled my sample size and I will use genetic markers later to find out who ist what. I was a one-woman-show and processed all my fish alone. I got a bit tired but then I met Jesse and Jolyon, two other fish researchers in the same creek. Jolyon offered me some smoked Chinook salmon that he had caught and smoked the day before. It was delicious and gave me a lot of energy to finish this field day!

seining

Is this an O. mykiss or an O. clarki???

Looks like an O. mykiss…

little Coho YOY

Big cutthroat trout!

I spent the evening with my family. We had good food and beer. Arcata is a little jewel.

The second day I spent with Colin and Eric at Freshwater Creek. They are stars in seining. They caught whatever they wanted with their net. Two AmeriCorps had their first day in the field. AmeriCorps are volunteers who work for about a year in conservation projects at many different locations all across the state of California. Colin taught them a lot about monitoring Coho salmon and estimating their survival during the winter season. I tagged along and learned a lot.

 

While I was working, Donny enjoyed the area with the kids and met his old College friend Mike and his family. We heard about wildfires further down south and during the second day the sky got grey and full of smoke. The wind brought the smoke up to us. Our phones did not work anymore because some fibre cables were burnt. Luckily, we found each other again. We met at Freshwater Creek and Linnea helped me finish processing the fish.

The same night I drove the whole family back down to Albany. It was dark but we could see the wildfires between Willits and Ukiah! Right next to the highway. Huge fires. I have never seen something like that before.

I had a short night because I had to get up early the next morning to sample fish in Marin County at Walker Creek with Greg and his crew. He also had a helper from the AmeriCorps! For this sampling day Laura joined me to help. She is a great helper and very pleasant to hang out with! On the way home we went to taste some French cheese at a farm close to Point Reyes. The sky was orange and full of ashes. The particles in the air made the sun redder than usual. Totally surreal.

Bluegill

Sticklebacks! Very stickly!

Roach on its head

The last couple of days I had several meetings to organize lab work, work on the frog project, and teach researchers about health care. I hurried from meeting to meeting. Everything seemed pretty surreal in the constant smoke and strange sunlight. Even breathing was getting harder and harder. The Bay Area is a smoke hole!