Im politischen Geschehen

Jede Woche ein Blog Beitrag. Und wenn ich bei der Arbeit zuviel zu tun habe um einen akademischen Beitrag zu schreiben, dann bleibt es bei einem Privateintrag über unser neues Zuhause.

 

Hier die ‚Murals‘ von San Francisco im Missions Quartier. Die sind wahnsinnig eindrücklich und  haben mich sehr nachdenklich gestimmt.

 

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Ennio

Ennio

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Shoot Trump…

Ein Auge im Krieg, eines im Frieden.

Ein Auge im Krieg, eines im Frieden.

Donny’s Liebling. Imitation, die weisseste Form von Geschmeichel.

Rest in peace.

Rest in peace.

Der Mann im Wald. Das älteste Bild im Quartier, das immer bestehen konnte und nicht übermalen wurde.

Der Mann im Wald. Das älteste Bild im Quartier, das immer bestehen konnte und nicht übermalen wurde.

Boykott Google! And Mac and Facebook ;-)

Boykott Google! And Mac and Facebook ;-)

Das war das absolut beste Hammerbild! Richtig Klasse.

Das war das absolut beste Hammerbild! Richtig Klasse.

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Diese Kinder suchen ein neues Zuhause

Diese Kinder suchen ein neues Zuhause

dieses Augen!

dieses Augen!

Botanical Gardens – UC Berkeley

Vor einer Woche war ich mit Anna K. im Botanischen Garten der Uni. Zuerst haben wir die Kinder den Berg hochstossen müssen. Aber das hat sich wirklich gelohnt. Donny hat in dieser Zeit seine Radioshow für KKRN gemacht. (Die wunderbaren Fotos sind wieder von Anna K.)

 

Ausblick!

Ausblick!

hoch giftig!

hoch giftig!

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Nicht nur die Bäume sind hier riesig und wachsen in den Himmel...

Nicht nur die Bäume sind hier riesig und wachsen in den Himmel…

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Capuns

Capuns

kleine Flugzeuge

kleine Flugzeuge

Wildlife Seminar at UC Berkeley 3.3.17

Heute im Wildlife Seminar war Chris Wilmers zu Gast. Chris hat vor allem über Mountain Lions und die Rolle von Grossraubtieren in einer von Menschen dominierten Welt geredet. Mountain Lions sind sehr häufig in den Bergen um Santa Cruz. Ab und zu trifft man welche in L.A. oder hier in Berkeley. Puma concolor wird auch Puma, Panther, Cougar, Berglöwe oder Silberlöwe genannt.

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Vor einigen Wochen an der Jagdmesse in Chur habe ich viel über die Verbreitung von Hirschen im Engadin bis nach Österreich gelernt. Hirsche wurden mit Halsbändern versehen, die in regelmässigen Intervallen GPS Daten aufnehmen. Die Halsbänder senden die Daten weiter (and Wildhüter oder Biologen) sobald sie Zugriff auf ein Mobilnetzwerk haben! So konnte aufgezeigt werden, wo sich die Hirsche im Sommer und im Winter aufhalten, wo sie durchwandern und ob sich dieses Verhalten zwischen Männchen und Weibchen unterscheidet. Curdin Florineth hat dazu an meinem Geburtstag einen sehr guten Vortrag gehalten.

Puma2

Ganz ähnliche Studien betreibt Chris Wilmers an der Universität UC Santa Cruz. Er untersucht Grossraubtiere und verpasst ihnen Halsbänder für die Telemetrie um ganz ähnliche Frage wie mit den Hirschen zu beantworten. Im Unterschied zu herkömmlichen Halsbändern sammeln seine nicht nur GPS Daten sondern auch noch Informationen zum Energieverbrauch. Sie messen mit ‚Accelerometers‘ wieviel Energie ein Raubtier alle 5 Minuten verbraucht. Pumas wandern meistens relativ langsam herum. Ansonsten schlafen sie viel. Ein Tier zu erledigen kostet sie meistens nur 5 Sekunden an Hochleistung.

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Chris interessiert sich vor allem dafür, wie das Zusammenleben mit dem Menschen funktioniert. Er hat herausgefunden, dass Pumas Menschen meiden. In Gegenden, die stärker bewohnt sind reissen die Pumas auch mehr Haustiere. Nicht nur das, sie töten auch mehr Beute als in ungestörten Gebieten. Er deutet das darauf zurück, dass sie in urbanen Gegenden mehr gestört werden, öfters Beute liegen lassen müssen, und mehr Energie verbrauchen. Indirekt sorgen Pumas dafür, dass es nicht zuviele streunende Katzen und Hunde in Siedlungen gibt.

Puma4

In Kalifornien wird ein Puma gleich erschossen, wenn er eine Ziege reisst. Dank den Telemetriedaten von Chris wurden jedoch auch ein paar ungestörte Gebiete festgelegt, wo Berglöwen jetzt speziell geschützt werden. Ähnlich wie unsere Wildruhezonen für Hirsche. Denn als Top Prädatoren übernehmen die Silberlöwen eine wichtige Rolle im Ökosystem. In abgelegenen Gebieten schauen sie, dass Schalentiere nicht zuviel Schaden durch Verbiss anrichten und dass genügend Pflanzen übrig sind um CO2 zu verwerten.

 

 

ein Beitrag

Kaum Zeit zum Bloggen. Ich mache halt im Moment alles selber. Offerten, Laborarbeit, Kühlraumarbeit, Datenanalyse, Schreiben.

 

Während ich schreibe, baut sie einen Schneemann, eine Stadt, und verarztet all ihre Tiere. Und dann schauen sie Bücher an.

 

Ich höre Radio.

 

Fischer von Patent Ochsner:

d sunne steit im himmu wi ne rote luftballon
& i schtah uf & mache blau
es zahnrad bysst es zahnrad
& ne metzger schiesst es schaf
& ne zndschnuer brnnt
vor dr huustr hocke bluethng
& die schrysse d schnurre uuf
de schtygen i haut zum fnschter uus
i wr scho ging grn e fischer gsi
alleini duss i dm boot
htt i e mordshecht a dr angle
mir wr’s so lng wi breit
b i ne usezieh
oder r mi dry
hie bin i mau deheime gsi
ha d tage gschtole & verschteckt
& bi us aune wulke gheit
mngisch tuet erwache weh
vor dr huustr hocke bluethng
& die schrysse d schnurre uuf
de schtygen i haut zum fnschter uus
i wr scho ging grn e fischer gsi
alleini duss i dm boot
htt i e mordshecht a dr angle
mir wr’s so lng wi breit
b i ne usezieh
oder r mi dry

Read more: Patent Ochsner – Fischer Lyrics | MetroLyrics

 

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in der Fischzucht

In letzter Zeit wurde ich von verschiedenen Seiten gefragt, was ich eigentlich die ganze Zeit arbeite und warum das alles so lange dauert. Hier kommt die Antwort. Ich kümmere mich um tausende von kleinen Forellenbabies. Es sind die Nachkommen der Fische, die ich am 28. Oktober gezeigt habe (im Glenner, der eigentlich der Valserrhein war). Ich schaue jeden Tag, wie es den Kleinen geht. Zuerst sieht man für lange (sehr lange) Zeit nichts. Nur ein paar orange Eier mit roten Linien drin. Dann plötzlich schlüpft daraus eine Fischlarve mit grossem Dottersack. Diese Larven kontrolliere und messe ich jeden Tag.

 

Zwischendurch gibt es auch noch Tage wo ich zusätzlich zu dieser Arbeit die Gene der kleinen Fische extrahiere. Zu guter Letzt gibt es auch noch Tage, wo ich die Bakterien beschreibe, die auf den Fischen wachsen. Die unterscheiden sich nämlich nicht nur zwischen den verschiedenen Entwicklungsstadien der Fischbabies, sondern auch zwischen unterschiedlichen Flüssen woher die Fische kommen, und sogar abhängig davon, wer die Eltern der Fischlein waren. Valser, Tavanasner, Trunser, Bachforellen oder Regenbögler.

 

ein Ei

ein Ei

viele Eier

viele Eier

larven

frisch geschlüpft

round_tavanasa

eine Woche alt

Wir haben den ruark vom Estrich geholt…

Spotify gibt mir meine Statistik 2016.

Meistgespielte Lieder:

1) All That She Wants by Clea Vincent (original by Ace of Base)

From Spotify – very hard to find

2) Rio – Bucovina Dub by Shantel

3) The Rifle’s Spiral by the Shins

4) Powerful (feat. Ellie Goulding & Tarrus Riley) by Major Lazor

5) Es schneielet es beielet by Schlieremer Chind

6) Fade Out Lines by The Avener & Phoebe Killdeer

7) De Hans im Schnäggeloch by Schlieremer Chind

8) Far from Any Road by The Handsome Family

9) Marcus Garvey by Sinéad O’Connor

10) Hail Ras Tafari by Protoje

… ja, Linnea hat ihren Teil dazu beigetragen (Nr. 1 (immer und immer wieder!!!), 5, und 7).

 

Ja und wenn wir schon dabei sind:

We’ll be chilling in the West Indies with sunshine, rivers and trees… mein Lieblingsvideo.

Kurz und klar – was ich vorhabe in Kalifornien in 2017

Die Lebensgemeinschaft der Forelle und ihrer Bakterien

 

Bilden Fische eine Lebensgemeinschaft mit den Bakterien die sie besiedeln? Alle mehrzelligen Lebewesen sind von Bakterien besiedelt, die wichtige Funktionen für ihren Träger übernehmen können. Besonders Darmbakterien spielen hier eine bedeutende Rolle. Untersuchungen solcher Bakterien führten in den letzten Jahren zu erstaunlichen Erkenntnissen. So haben verschiedene Forschungsgruppen aufgezeigt, dass diese winzig kleinen Mitbewohner nicht nur unsere Verdauung beeinflussen, sondern auch die Resistenz gegen Krankheiten und sogar den Gemütszustand. Ferner sind Bakteriengemeinschaften extrem vielfältig und unterscheiden sich vom einen Träger zum anderen stark. Folglich wissen wir wenig darüber, welche Faktoren die Vielfalt von Bakterien bestimmen und ob Bakterien an Nachkommen weitergegeben werden.

 

Für meine Arbeit habe ich die Regenbogenforelle in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Nordamerika ausgewählt. Denn diese Fische eignen sich besonders weil sie eine von zwei unterschiedlichen Lebensweisen auswählen: Entweder sie bleiben ihr Leben lang im Süsswasser oder sie wandern als Jungfische ins Meer, um erst für die Paarung wieder zu ihrem Ursprungsfluss zurück zu kehren. Dies führt zu physiologischen, morphologischen und verhaltenstypischen Unterschieden, welche ein spannendes System darstellen, um die Bedeutung von Bakterien für ihren Träger zu studieren. Überdies sind mit Regenbogenforellen gezielte Experimente im Labor möglich. Dort kann die Interaktion zwischen dem Träger und seinen Bakterien manipuliert werden und störende Umweltfaktoren sind ausgeschlossen. In diesem Projekt werde ich aufzeigen, wie Bakterien an Nachkommen weitergegeben werden und denen dabei helfen, sich an verschiedene Lebensbedingungen anzupassen.

Gedanken zum Glück der heterosexuellen Paarbeziehung – am Morgen während meinem ersten Kaffee

Nach der Geburt ist vor der Zerreissprobe

 

Christelle Benz und Valentina Anderegg sind dabei, 307 Schweizer Paare zu analysieren um herauszufinden, wie Kinder unsere heterosexuelle Paarbeziehung verändern. Dies wird bezahlt vom Schweizer Nationalfonds. Die Presse hat diese Studie in den letzten Tagen gross verkauft mit Titeln wie diesem: „ Depressionen, wenig Lust auf Sex: Nur wenige Paare sind sich bewusst, wie stark ein Kind ihre Beziehung gefährden kann.“

 

Schade.

 

Leider vergessen wir manchmal, wie wir für tausende von Jahren gelebt haben und was für Einflüsse uns geprägt und geformt haben. Es liegt in der Natur des Menschen, dass wir uns nur an die letzten 30 Jahre erinnern. Diese kurze Zeit hilft uns dann, eine Meinung zu bilden. Zum Beispiel über das individuelle Glück und wie es uns findet.

 

Frauen haben jahrtausende lang Kinder geboren. Im Schutz der Familie. Männer haben jahrtausende lang Kinder gemacht. Mit diesen Frauen. Dass sich eine Frau nach der Geburt primär um das neue Kind kümmert ist wichtig, damit dieses Kind überlebt. Physiologische Prozesse führen dazu, dass sich die Frau am Anfang völlig auf das Kind konzentriert. Das sind vor allem Hormone. Die vielbeschriebene Depression, das Stillen, der Schlafmangel. All diese Umstände führen zu einem Ausnahmezustand der Frau, der die Überlebenschancen des Neugeborenen maximiert. Ohne diese Umstände würde die Frau wahrscheinlich weg laufen und ihr altes Leben weiterleben. Jahrtausende lang haben die Familienangehörigen Mütter beim Müttersein unterstützt um das Überleben unserer Art zu sichern. Der Mann – jetzt Vater, die Grossmutter, die Geschwister und Halbgeschwister. Die Kusine. Das ist alles völlig natürlich.

 

Natürlich verändert sich dabei die Paarbeziehung. Sie wird jetzt eine Dreierbeziehung. Oder unter Umständen wird man sich jetzt auch bewusst, dass man eigentlich eine erweiterte Siebnerbeziehung lebt. Verallgemeinerungen über die Beschreibung des Glückszustands zu machen finde ich unangebracht. Die Entscheidung, Kinder zu haben ist irreversibel. Es hat schon immer Leute gegeben, die sich dagegen entschieden haben. Die haben dann etwas anderes gemacht um den Erhalt unserer Art zu sichern. Umweltschutz, Entwicklungshilfe, Aufzuchtshilfe ihrer Verwandten, Selbstverwirklichung. Irgendwas. Dann gab es auch schon immer Homosexuelle, die es etwas schwieriger haben, Kinder zu zeugen. Paare mit Kindern mit Paaren ohne Kinder zu vergleichen ist wie der Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Irrelevant.

 

Paare mit Kindern müssen nicht zerrissen werden. Früher gab es wohl häufig Extrapaarbeziehungen während dieser Zeit. Heute gibt es auch noch Gleitcreme. Wenn die Anfangsphase einmal überstanden ist, dann kehrt man mehr oder weniger wieder zurück in die alte Beziehung. Nur jetzt ist sie mehr und oft auch neu. Man muss sich neu finden. Man erkennt sich wieder. Man arbeitet weiter.

 

Frauen haben jahrtausende lang gearbeitet. Auch als Mütter. Während Väter, Grossväter, Grossmütter, Tanten, Kusinen, und Geschwister dabei helfen und die Verantwortung über die Kinder kurzzeitig voll übernehmen kann die Mutter Beeren sammeln, eine Hütte bauen, Hasen jagen, mithelfen ein Mammut erlegen, Artikel schreiben, Ultraschall machen, forschen. Wieder sich selber sein. Mit den Kindern kommt Veränderung, Verantwortung, Aufgabenteilung, Verwandtenliebe.

 

Mit dem Menschen, den man liebt Kinder zu machen und sie dann gross zu ziehen ist für mich Glück. Ich liebe es zu sehen, wie sich die Verwandten umeinander kümmern und vertraut miteinander werden. Vertrauen gewinnen ineinander und in die Welt. Vertrauen und Liebe wird unsere Art erhalten. Unser Glück schmieden wir selber.

 

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